Die sozialen Medien fördern gewisse problematische Hunde- und Katzenrassen, die es eigentlich nicht geben dürfte. Diese «Mode-Tiere» können sich nur Personen leisten, die für die anfallenden hohen Kosten gespart haben. Es gibt leider immer häufiger auch Tiere, die aufgrund von Überzüchtung schwere gesundheitliche Schäden mit sich bringen. Bei Verdacht auf Überzüchtung raten wir zu einem tierärztlichen Attest, um die künftigen Kosten einschätzen zu können. Hautentzündungen haben vor allem Faltenhunde. Kurzköpfigkeit führt zu Atemnot (Bulldogge, Mops, Boxer, Pekinese). Skelettanomalien führen zu Schmerzen (z.B. Dackel-Lähmung). Perserkatzen und Möpse haben Augenprobleme. Bei Chihuahua findet man häufig offene Schädeldecken. Die früher oder später auftretenden Probleme und die Konsequenzen für die Tiere bedeuten jahrelange Qualen und schliesslich Euthanasie. Die Kosten für die Behandlungen sind enorm (zum Beispiel kosten genetisch oder überzüchtungsbedingte Gelenks-Hüftplasie-Operation beidseitig CHF 14'000.-). Praktisch alle Tierschutzorganisationen raten von der Anschaffung von Qualzucht Tieren ab. Wer sich bewusst ein Tier mit angezüchteten Anomalien beschafft, muss mit den Folgekosten leben. Das heisst: bereits vor der Anschaffung mit Sparen beginnen!