Wir sind zunehmend mit den Folgen hoher Tierarztrechnungen für Import-Hunde konfrontiert, die über Tierschutzorganisationen in die Schweiz transportiert werden (Tötungsstationen, Strassenhunde etc.). Die Streuner-Tiere wurden zuerst geimpft (Einreisebedingungen) und dann in die Schweiz vermittelt. Teilweise werden diese über «Flugpaten» in die Schweiz gebracht und an ungetestete Privatpersonen weitervermittelt. Häufig handelt es sich dabei um Personen, die finanziell schlecht aufgestellt sind und damit in unsere Zielgruppe für Unterstützung fallen. Das Gefühl als Tierfreund einem Tier das Leben gerettet zu haben, wertet ihr soziales Selbstwertgefühl auf (Ich bin ein guter Mensch). Tatsache ist, dass fast alle Tiere, die ihr Leben auf der Strasse verbracht haben, akute oder chronische Krankheiten mitbringen. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass die lebenslangen Tierarztrechnungen dieser Tiere meist mehrere tausend Franken betragen. Also landen die «Probleme» früher oder später bei uns. Viele dieser geretteten Tiere werden schlussendlich doch eingeschläfert, weil die Krankheiten nicht zu heilen sind und die Tiere sonst noch jahrelang leiden müssten.
Es geht in diesem Beitrag nicht um Tierheime in der Schweiz die wertvolle Arbeit leisten. Es geht auch nicht um die qualifizierte Vermittlung dieser halterlosen Tiere, sondern um vermeidbare finanzielle Probleme der Tierhalter in der Schweiz und um die Leiden der vermittelten Tiere.