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Für das Wohl von kranken oder verletzten Haustieren

Wir setzen uns für Tiere ein, die ohne Unterstützung nicht die Hilfe bekommen würden, die sie dringend brauchen. Jede Geschichte auf unserer Website steht für ein Tier, das dringend Hilfe braucht. Entdecken Sie bewegende Schicksale und erfahren Sie, wie Unterstützung Leben verändern kann.

Katija und der verschluckte Faden

Tier: Mischu (m.)
Alter: 2-jährig
Rasse: Europäisch Kurzhaar
Diagnose: Komplizierte Femur- und Ellenbogenfraktur links
Therapie: operative Fixierung mittels Pin, Zugschraube, Schrauben und Platten
Gesamtkosten: CHF 6'011.35
Unser Anteil: CHF 3'011.35

Wenn ein Tier leidet, zählt jede Stunde

Katija 1

Katija war noch fast ein Baby, als sie als Notfall in die Tierklinik eingeliefert wurde. Sie hatte einen Faden verschluckt, der sich durch ihren Verdauungstrakt zog. Sie frass nicht mehr, war apathisch und musste sofort operiert werden, um zu überleben. Für alle Beteiligten war klar: Jetzt geht es nur noch darum, dieses junge Leben zu retten.

Auch wir wurden umgehend eingeschaltet und haben innert kürzester Zeit reagiert. Unser Ziel war es, zu helfen und eine Lösung zu finden. Doch damit wir als gemeinnütziger Verein Unterstützung leisten können, braucht es immer auch die Bereitschaft der Tierhalter, ihren Teil beizutragen. Wir verlangen keine Perfektion. Aber wir müssen sehen können, dass jemand für sein geliebtes Haustier kämpft, mitdenkt und alles daransetzt, in einer Notsituation mitzuwirken. Gerade weil wir weit mehr Anfragen erhalten, als wir stemmen können, müssen wir sorgfältig entscheiden, wem wir unsere begrenzten Mittel zusprechen.

Hinter jeder Unterstützung stehen Spendengelder, persönlicher Verzicht, Organisation und sehr viel Herzblut. Wir selbst bringen grosse Opfer, um möglichst vielen Haustieren zu helfen. Deshalb erwarten wir im Gegenzug Hingabe, Engagement und den klaren Willen, Verantwortung für das eigene Tier zu übernehmen.

Im Fall von Katija wurden die benötigten Unterlagen trotz mehrfacher Kontaktaufnahme und trotz der offensichtlichen Dringlichkeit nicht vollständig eingereicht. Dabei ging es nicht um unnötige Bürokratie, sondern um grundlegende Nachweise: ob tatsächlich finanzielle Not vorliegt und ob Katija wirklich der gesuchstellenden Person gehört. Ohne Finanz- und Besitzernachweis können wir nicht fair, verantwortungsvoll und im Sinne aller Hilfesuchenden entscheiden.

Währenddessen verging wertvolle Zeit. Katija musste bereits sechs Tage länger als nötig in der Tierklinik bleiben. Ein stationärer Aufenthalt ist nicht nur kostspielig, sondern für ein junges Tier auch belastend. Nach allem, was sie durchgemacht hatte, hätte sie sich eigentlich in einer ruhigen und vertrauten Umgebung erholen sollen.
Die Tierklinik ist kein Zuhause.

Schliesslich blieb keine andere Möglichkeit: Das Gesuch musste abgelehnt werden, und es wurde eine Verzichtserklärung unterzeichnet. Für Katija bedeutete das, dass sie nach Operation, Schmerzen und Unsicherheit nicht nach Hause durfte, sondern neu vermittelt werden musste. Ein trauriges Schicksal für ein Tier, das nichts falsch gemacht hat.

Damit Katija trotzdem unbelastet in ein neues Zuhause vermittelt werden konnte und die Tierklinik nicht auf den entstandenen Kosten sitzen bleibt, haben wir einen Teil der Unkosten übernommen. Die Rechnung der Behandlung belief sich auf CHF 2’958.70. Auch in einem Fall, der emotional schwer wiegt, wollten wir Verantwortung übernehmen — für das Tier, für die Vermittlung und dafür, dass die medizinische Versorgung nicht an den Kosten scheitert.

Zum Glück endet Katijas Geschichte nicht nur traurig. Sie ist heute wieder gesund und durfte in ein neues Zuhause ziehen. Sie hat eine zweite Chance bekommen. Aber nicht jedes Tier hat dieses Glück.